Als Ableitung aus der Gattung G5 entstanden ab 1893 die vierfach gekuppelte preuische Gterzugmaschinen der Gattung G7 Wie bei der G5 enstanden im Laufe der Zeit auch bei der G7 verschiedene Bauarten. Die erste Ausfhrung war die Nassdampf-Zwillingsmaschine. Sie wurde al G7.1 bezeichnet und war die erste vierfach gekuppelte Lokomotive der preussischen Staatsbahn. Der Kessel enstsprach weitgehend dem der G5, ebenso verfgte auch die G7.1 ber eine innenliegende Allansteuerung, allerdings mit einschieniegen Kreutzkopf. Ab 1906 erhielten der zweite und vierte Kuppelradsatz 10 mm Seitenspiel in beiden Richtungen, um die Kurvenlufigkeit zu verbessern.

ber 1.200 Maschinen dieser Gattung gingen allein an die preuische Staatsbahn, weitere Lokomotiven wurden fr andere Bahnverwaltungen gebaut. Zur Linderung akuten Fahrzeugmangels wurden fr Preuen 1916 sogar noch 200 Loks nachgebaut. Hersteller der Maschinen waren die Firmen Vulcan, Schwartzkopff, O&K, Jung, Hohenzollern, Schichau, Hartmann, Henschel, Borsig, Linke-Hofmann und Hanomag. Zur DRG kamen noch 660 preuische Maschinen, sie erhielten die Nummern 55 001 - 660. Weitere Maschinen bernahm die Reichsbahn von der Saarbahn (55 661 - 673), der LBE (55 681-683) und der ehemaligen Pfalzbahn (55 7201-7215)

Trotz ihres zum Teil hohen Alters berlebten einige Lokomotiven auch den zweiten Weltkrieg und blieben zum Teil noch jahrelang im Einsatz. Die DB musterte 1957 die letzte G7.1 aus. Die letzte aktive G7.1 auf deutschen Gleisen war 55 669, welche die DR erst 1966 ausmusterte. Sie ist als Museumsstck erhalten gebleben wie auch die ehemalige 55 274 in Polen.

Parallel zur Zwillingsmaschine entwickelte Vulcan ab 1895 auch eine Verbundlokomotive. Die Dn2v-Maschine erhielt die Gattungsbezeichnung G7.2. Abgesehen vom Triebwerk und den sich daraus ergebenden Modifikationen entsprach die Lok weitgehend der G7.1. Am Bau der ber 1.600 Lokomotiven alleine fr Preuen warendie meiten deutschen Lokomotivfabriken beteiligt. Neben Preuen gingen auch von der Verbundvariante zahlreiche Maschinen an andere Bahnverwaltungen.

Die DRG bernahm von Preuen 691 Lokomotiven als 55 702 - 1392. Von den Saarbahnen kamen die 55 1393 - 1407, aus Elsass-Lothringen die 55 1408 - 1410 und aus Mecklenburg die 55 5701- 5705. Den zweiten Weltkrieg berstanden zwar noch einige Maschinen, doch musterten beide deutschen Staatsbahnen ihre Lokomotiven schon nach kurzer Zweit aus. Erhalten blieb in Polen die ehemalige 55 860.